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Kinderbetreuung

Damit Bildung in Oberhausen möglichst früh beginnen kann, werden wir die Betreuungsplätze für die unter Dreijährigen weiter ausbauen. Zusammen mit flexiblen und am Bedarf der Eltern ausgerichteten Öffnungszeiten schaffen wir damit wichtige Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Familie und Berufstätigkeit.

Die Kindertageseinrichtungen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die vorschulische Bildung. Wir werden daher ein flächendeckendes, flexibles und qualitativ hochwertiges Angebot für alle Kinder ab drei Jahren garantieren.

Die Förderung der Sprache als Schlüsselqualifikation für zukünftige Lebenschancen und das Erlernen und Erfahren eines friedlichen Miteinanders sollen dabei im Vordergrund stehen. Für alle Kinder mit besonderem Förderbedarf werden wir daher Maßnahmen zur Sprachförderung anbieten.

Weiterhin werden wir den Ausbau der Kindertageseinrichtungen zu Familienzentren mit einem umfassenden Angebot in den Bereichen Erziehungsberatung, Kinder- und Jugendhilfe, Wiedereinstieg in den Beruf nach der Elternphase sowie Gesundheitsvorsorge forcieren. Zu den neun bereits bestehenden und zertifizierten Einrichtungen werden in den nächsten Jahren weitere hinzukommen. Wir wollen eine flächendeckende Versorgung mit Angeboten und Netzwerken, die über die Familienzentren eröffnet werden. Vom Land erwarten wir, dass die Familienzentren finanziell deutlich besser ausgestattet werden.

Die Betreuung ihrer Kinder muss für Eltern bezahlbar sein. Wir halten es für einen Skandal, dass die Landesregierung die Stadt Oberhausen gezwungen hat, die Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen zu erhöhen. Oberhausener Eltern und Kinder werden damit massiv gegenüber den Bewohnern andere Städte benachteiligt. Während in Oberhausen die Beiträge auf Beschluss der Bezirksregierung angehoben werden, ist der Besuch des Kindergartens in Düsseldorf kostenfrei. Unser Ziel bleibt es, auch den Oberhausener Kindern eine kostenfreie Betreuung und Förderung in den Kindertageseinrichtungen zu ermöglichen. In einem ersten Schritt streben wir die Beitragsfreiheit für das letzte Besuchsjahr vor der Einschulung an. Bund und Land sind in der Pflicht dafür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen ohne die Kommunen zusätzlich zu belasten.

Um den Übergang von der Kindertageseinrichtung zur Grundschule möglichst reibungslos zu gestalten, muss die Kooperation zwischen den beiden Bildungseinrichtungen vor Ort ausgebaut und verbessert werden. Die Bildungsdokumentation, die für jedes Kind in einer Kindertageseinrichtung erstellt wird, halten wir für eine optimale Grundlage für eine individuelle Förderung der Grundschulkinder. Lebensbegleitende Bildungsdokumentationen erleichtern auch weitere Übergänge, wie den Übergang zur weiterführenden Schule.

Die Profilierung der frühkindlichen Bildung setzt eine Weiterqualifizierung der Erzieherinnen und Erzieher voraus. Die Verantwortung und Aufgabenvielfalt - von der Netzwerkarbeit im Stadtteil über gesundheitspräventive und familienunterstützende Angebote zu einer frühkindlichen Sprach- und Bildungskompetenz - brauchen gut ausgebildete Fachkräfte.

 

 

 

 

 

 

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