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Ausbildung

Die berufliche Erstausbildung ist die unverzichtbare Grundlage für den späteren Beruf und die Verwirklichung der eigenen Lebenspläne. Leider finden immer noch zu viele Jugendliche nach der Schule keinen Ausbildungsplatz. Häufig sind das diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nicht die nötige Unterstützung erhalten haben. Unser Ziel ist unvermissverständlich: Kein Jugendlicher darf verloren gehen! Wir wollen alle Jugendlichen so fördern und unterstützen, dass niemand mehr auf der Strecke bleibt. Dazu müssen bereits eingeführte Instrumente angepasst und neue auf den Weg gebracht werden.

Durch eine frühzeitige individuelle Förderung sollen Schulkarrieren ohne Abschluss und ohne passenden Übergang vermieden werden. Wir halten es deshalb für erforderlich, dass die Vorbereitung auf die Arbeitswelt während der Schulzeit verbessert wird. Hierzu müssen die individuellen Kompetenzen erfasst und der tatsächliche Förderbedarf ermittelt werden. Das Projekt "Praxislerntag", das von der Bürgerstiftung der Stadtsparkasse Oberhausen finanziell unterstützt wird, ist dafür eines von vielen gelungenen Beispielen in Oberhausen. Die Oberhausener Träger, die bisher gute Arbeit geleistet haben, sind in einem Netzwerk zusammengeschlossen. Die enge Kooperation und Profilierung der einzelnen Anbieter wird zu noch mehr Orientierung auf den Einzelnen - seine Stärken und Schwächen - führen.

Schließlich brauchen wir einen zeitnahen Überblick über den "Verbleib" von Schul- bzw. Maßnahmeabsolventen. Der Aufbau einer Datenbank zur systematischen, umfassenden und frühzeitigen Erfassung aller Schülerinnen und Schüler soll helfen, Bildungsgänge zu verfolgen und Bedarfslücken zu erkennen.

Die Stadt Oberhausen hat in diesem Jahr eine Geschäftsstelle "Regionales Übergangsmanagement" eröffnet. Mit der Geschäftstelle und den engagierten Partnern (Arge SODA, Arbeitsagentur, Bildungsträger, BFO, Unternehmerverbände, Schulen, Jugendberufshilfe, u. a.) werden wir weitere Qualitätsverbesserungen erreichen.

Jugendliche, die nach der Schule dennoch keinen Ausbildungsplatz finden, sollen weiterhin öffentlich gefördert, qualifiziert und ausgebildet werden. Wir werden daher die in Oberhausen tätigen Qualifizierungsträger (z.B. ZAQ, Ruhrwerkstatt) auch in Zukunft aus kommunalen Mitteln unterstützen. Mit der Einrichtung einer "Ferienschule" für Oberhausener Schülerinnen und Schüler wollen wir dazu beitragen, dass benachteiligte Schülerinnen und Schüler in der Ferienzeit intensiv gefördert werden und gleichzeitig die Möglichkeit zu einer Ferienfreizeit erhalten.

Für die SPD bleibt es darüber hinaus unabdingbar, dass die Stadt Oberhausen weiterhin junge Menschen ausbildet und damit ihrer Vorbildfunktion in Sachen Ausbildung gerecht wird. Deshalb werden wir mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gegen das Ausbildungsverbot der Landesregierung vorgehen.

 

 

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