Alt-Oberhausen
Das Zentrum von Alt-Oberhausen ist für Bewohner und Besucher gleichermaßen von Interesse - als Ort des Wohnens, Einkaufens und Flanierens. Neben dem Einzelhandel haben hier traditionell viele Dienstleister (Ärzte, Rechtsanwälte, ...) und Gastronomiebetriebe ihren Standort. Diese Vielfalt wollen wir stärken. Außerdem werden wir einen Schwerpunkt bei der Förderung der Kreativwirtschaft in der Innenstadt setzen.
Die Oberhausener City hat durch den Sparkassen-Neubau, die Gestaltung des Südbadquartiers, die neue City-Ankunft und das Fassadenprogramm neue städtebauliche Impulse erhalten. Die Entscheidung des Landes, das Finanzamt aus der Oberhausener Innenstadt zu verlagern, ist falsch und schadet der Innenstadt. Um eine sinnvolle Nachfolgenutzung auf den Weg zu bringen, schlagen wir einen Ideenwettbewerb vor, der auch die Folgenutzung der Post und der Justizvollzugsanstalt mit einbezieht.
Das Stadtbild der Innenstadt und angrenzender Gebiete ist geprägt durch zahlreiche Alleen und Parkanlagen. Der alte Gedanke der Parkstadt Oberhausen aus den 1920er Jahren ist von uns wieder belebt worden. Dieses städtebauliche Markenzeichen der City wollen wir noch stärker herausarbeiten und nach Möglichkeit in das Umfeld der Marktstraße ausdehnen.
Das Knappenviertel hat sein schlechtes Image abgelegt. Angestoßen durch das Projekt Knappenviertel wurden zahlreiche städtebauliche und bürgerschaftliche Aktivitäten entfaltet. Die größte Obdachlosensiedlung Oberhausens gibt es nicht mehr; stattdessen neues Wohnen für Jung und Alt.
Eine zusätzliche Stärkung erfährt das Gebiet durch das Engagement von Bürgern und Gewerbetreibenden im Verein "Knappeninitiative Oberhausen" (KinO). Wir werden das Erreichte erhalten und als anregendes Beispiel für andere Quartiersentwicklungen nutzen.
Mit den Projekten Innenstadt und Lirich konnten wir an das Erfolgsmodell Knappenviertel anknüpfen. Die Projekte sind jedoch Teil des Bund-Länder-Programms "Soziale Stadt", dessen Fördermittel mit Verweis auf die Haushaltslage der Stadt für das Jahr 2008 durch die Bezirksregierung blockiert und für das Jahr 2009 erst gar nicht bewilligt wurden. Wir werden uns vehement dafür einsetzen, dass die Stadt den erforderlichen Eigenanteil von 20 Prozent in geeigneter Form - wenn möglich aus dem Konjunkturpaket II des Bundes - darstellen darf.
Besonderes Augenmerk werden wir auf den Erhalt und die Weiterentwicklung der Grün- und Freizeitbereiche im Norden, Süden und Osten des Bezirks legen. Dabei kommt dem Kaisergarten als Herzstück der "neuen" Parkstadt in der Neuen Mitte Oberhausen besondere Bedeutung zu. Als wertvoller Erholungs- und Erlebnisraum mitten in der Stadt wird der Besuch auch weiterhin kostenlos sein. Jenseits des Kanals soll der Kaisergarten durch die Anlage des Emscherparks eine attraktive Ergänzung erfahren. Gemeinsam mit der Emschergenossenschaft und Rot Weiß Oberhausen arbeiten wir auf die ökologische Gestaltung mit Landschaftsbrücke, das Haus des Wassers als Ausstellungszentrum, auf den ökologischem Lehrpfad und auf eine Neugestaltung der sportlichen Anlagen auf der Emscherinsel hin.
Der Osten Oberhausens ist grün und damit das zweite Standbein der "neuen" Parkstadt in der Neuen Mitte. Ruderalpark, Läppkes-Mühlenbach und Ripshorster Gehölzgarten sind wie der Uhlandpark wichtige Naherholungsgebiete. Neue Wegeverbindungen ermöglichen heute Zugänge, die lange durch die Industrie versperrt waren.
Im Süden bieten Ruhrpark und Ruhrauen einen hohen Wohn- und Freizeitwert. Dies gilt es durch ein attraktives Rad- und Fußwegenetz zu ergänzen.
Wir fühlen uns einen harmonischen Ausgleich zwischen Wohnen, Gewerbe und Freiflächen verpflichtet. Das Stadtentwicklungskonzept bietet dafür eine hervorragende Grundlage. Der mit starker Bürgerbeteiligung entwickelte Maßnahmenkatalog wird uns als Leitfaden für die attraktive Entwicklung Alt-Oberhausens dienen.

